Frankfurt City Triathlon 2012

Ein langer Tag geht zuende…
Eigentlich waren es sogar 2 Tage. In Frankfurt ist alles etwas größer, daher ging es schon am Samstag gegen 11 Uhr in die Innenstadt. Dort gab es die Startunterlagen, etwas Pasta, Kaffee, die Pflicht-Wettkampfbesprechung und eine Triathlonmesse die irgendwie keine Messe war.
Erster Teil erledigt, also los zum Rad Checkin an den Langener Waldsee, der ab 15 Uhr eröffnet wurde.

Blauen Beutel packen, roten Beutel packen, schwarzen Beutel packen, Helm auf den Kopf, Rad zusammenbauen und ab in die Wechselzone. Oha, freie Platzwahl pro Startgruppe, ob das wohl hilft das eigene Rad in der 450m langen Wechselzone zu finden?
Jetzt noch schnell etwas Atmosphäre schnuppern, gefühlte 22x zum Wasser, zum Rad, in der Beutelzone und wieder zurück!
Ab nach Hause und zügig ins Bett und schlafen. Um das abzukürzen, es wurden sogar 4 Stunden Schlaf. 4:25 Uhr klingelt der Wecker – es war sogar noch DUNKEL!
Schnell los zur Bahn, noch die obligatorischen 80g Schokimüsli in der Bahn einwerfen und schon sitzen wir um 6:00 Uhr im Shuttle Bus zum Start.
Noch ein bißchen die Atmosphäre genießen, mit anderen Sportlern quatschen, das Rad checken, den Wechselbeutel günstig platzieren, die Schuhe ans Rad tackern und schon ist es 8 Uhr. Klamotten runter vom Körper, Schwimmmütze auf, Schwimmbrillen anpressen und locker ein bißchen einschwimmen. 24 Grad Wassertemperatur. Da ist es im Wasser schon kuscheliger als draußen. Die ersten vier Startgruppen sind auch schon weg und plötzlich ohne Countdown geht es zwei Minuten zu spät mit einem lauten knall los.
Ca. 150m Sprint und danach ein gemütliches Schwimmtempo in Richtung erste Boje.
Im nachhinein fast ein bißchen zu gemütlich – ich konnte sogar beim Schwimmen noch auf meine Uhr schauen – aber ich wollte mir ja die geballte Power aufheben für später.
Nach 26:38 Minuten gehts recht entspannt raus aus dem Wasser, Beutel schnell auf dem steilen Wiesenstück einsammeln und rein in die Wechselzone. Da die Radwechselzone wirkliche 450m lang ist, bleib ich gar nicht stehen, packe Brille und Kappe während des Laufens in den Beutel, schmeiße ihn in die Drop-Off Zone und renne weiter zu meinem Rad. 300m bis zum Rad, Helm auf, Startnummer an und weitere 150m mit Rad bis zum Ausgang der Wechselzone. Hätte ich an dem Tag Schmerzen gespürt, hätte ich vermutlich laut geschrien als ich Barfuss über den spitzen Kies musste.
In vollem Lauf gehts rauf aufs Rad und die Gummis der Schuhe lösen sich wie geplant. Nach ein paar hundert Metern bekomme ich sogar meine Schuhe an. (Hätte vielleicht geholfen das mal zu üben oder Tria Schuhe zu kaufen)
Die kommenden Kilometer waren vergleichbar mit Fliegen. Kopf aus, Beine an und so schnell es geht Richtung Frankfurt und durch Frankfurt. Nur darauf bedacht so schnell wie möglich zu sein und kein Windschatten zu fahren.

Unter ständiger Beobachtung der Sheriffs 🙂

Radfahren beim Frankfurt City Triathlon 2012

 

Nach knapp 44 von 45 Kilometern habe ich das erste Mal bewusst auf den Tacho gesehen und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,4 km/h kamen alle Glücksgefühle hoch die noch nicht ausgeschwitzt waren. Plötzlich standen schon lauter Menschen und brüllten „absteigen, absteigen“ – wie geplant zog ich meinen rechten Schuh direkt aus und bevor ich den linken auch nur öffnen konnte kam auch schon die Aufstiegslinie. Nach 1:12:09 stürmte ich wie ihr euch also vorstellen könnt mit einem Schuh humpelnd in die Wechselzone.
Fahrrad „irgendwo“ an eine Stange, Laufbeutel fixiert, geschnappt und schnell weiter zu einer Bank. Den verbliebenen Radschuh aus, die Laufschuhe an, Kappe auf dem Kopf und mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit raus aus der engen Zone.
Jetzt also noch 2 Runden mit jeweils 5km. Komischerweise fühlen sich die Beine nach dem Radfahren erstaunlich fit und locker an. Also Zeit egal, Puls egal, Geschwindigkeit egal, erneut Kopf aus und einfach Rennen!
Aus dem Gefühl heraus kann ich nur sagen, es lief einfach und es hat sich gut angefühlt.
Nach 40:46 min. ging es durch den fast schon erdrückend kleinen Zielbogen und es war geschafft. Die Gesamtzeit war 20 Minuten schneller als erwartet und sogar meine Bestzeit über 10km konnte ich um gut eine Minute verbessern.

Insgesamt ein toller Tag, gutes Wetter, nette Menschen – es hat einfach alles gepasst.
Danke an alle Unterstützer und Unterstützerinnen!

—— Update ——

Bevor ich direkt wegnicke, hier kurz mein Ergebnis von heute.

Olympische Distanz – 1,5km swim/45km bike/10km run

Schwimmen 26:38 min. (Platz 71)
Wechsel-1 03:52 min.
Rad 01:12:09 std. (Platz 156)
Wechsel-2 02:05 min.
Laufen 40:46 min. (Platz 100)

Zielzeit 02:25:28 std.
Gesamt Männer Platz 73 von 734
Alterklasse Platz 11 von 61

Es war einfach genial. Alles hat funktioniert wie gewünscht, die Form hat gepasst und ich bin super zufrieden mit dem Ergebnis.

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