Rodgau50 – Ich bin Ultra…

Samstag 10 Uhr in Deutschland… Was gibt es da Schöneres als bei einem Volkslauf mit vielen netten Läufern zu starten?

Einiges! Zum Beispiel bei einem Ultramarathon mit vielen netten Ultraläufern zu starten.

Was mal wieder aus einer zu großen Klappt entstanden ist, wurde dann doch am 26.01.2013 Realität. Bei eisigen Temperaturen, Schnee, Schneematsch und Eis ging es pünktlich um 10 Uhr auf die 5km Runde in Rodgau, welche 10x zu bewältigen war. Natürlich hatte mir keiner gesagt das 4km dieser Runde absolut schrecklich zu laufen waren. Trotz Trail-Schuhe mit Stollen war es einfach nur rutschig und wackelig. Aber so als angehender Ultra wird nicht gejammert, sondern gelaufen!

Wir sind in einer sehr netten 5er Truppe im Neon-Look gestartet und haben uns ohne große Kontrolle auf einen 5:25er Schnitt eingependelt. (Danke an Wolfgang, Peter, Markus & Daniel)

Die ersten 20km vergingen wie im Flug und waren mehr so ein Warmlaufen. Tolle Gespräche Kreuz und Quer, sowie die ersten Überrundungen in beide Richtungen.

Nach 25km ist Daniel ausgestiegen und Markus hat sich neue Gesprächspartner gesucht. Nach 30km wollte uns auch Peter keine Gesellschaft mehr leisten und zog eine warme Dusche vor.

Danach ging es fröhlich zu zweit weiter. KM 35 alles locker, KM 40 alles ähhh nicht mehr so locker, aber so ein leichtes Ziehen im Oberschenkel kriegt uns doch nicht klein.

KM 42,195: Ein kleines, rotes Schild zeigt uns die Marathon Distanz an. Ein schneller Jubeltanz, High-Five und im Laufschritt weiter. Jeder Meter mehr bedeutet „Das wird der längste Lauf den wir jemals absolviert haben!“.

Km 45: Pain-Level steigt von 6 auf 8, aber nur noch 5km. Das ist doch keine Distanz! Das kann ja jeder Anfänger. Außerdem läuft sich die letzte Runde ganz von alleine. Und so war es auch. Vor lauter künstlicher Motivation lief die Runde von ganz alleine.

Runde 1: 27:38
Runde 2: 27:03
Runde 3: 26:23
Runde 4: 26:27
Runde 5: 27:23
Runde 6: 27:56
Runde 7: 27:40
Runde 8: 29:27
Runde 9: 29:55
Runde 10: 29:30

KM 50: Nach 4:39:24 waren wir dann im Ziel und es ging mir persönlich besser als nach jedem Marathon in der Vergangenheit. Nicht am Anschlag laufen, gut fühlen, Spaß haben, nette Gespräche führen und dabei noch Ultra werden. DAS ist Laufen.

Bevor der Körper auskühlt oder die Muskeln die Kalorien im Körper weiter auffressen, schnell warmen Zucker-Tee mit Kuchen in den Magen und ab in die warme Turnhalle. Dort gab es dank der vielen bekannten Läufer und Supporter noch gefühlte 18 Stücke Kuchen für jeden. Spitzenmäßige Nussecken, viel Linzer Torte und Bambini Riegel im Überschuss.

Danke an alle die dabei waren! Es war ein unvergesslicher Tag!
Und wir sehen uns wieder – 2014 in Rodgau…

P.S.: Das auf dem Bild ist die offizielle Rodgau50 Gürteltasche. Sie wird die Modewelt in 2013 noch ganz schön auf den Kopf stellen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.