Weiltalweg Marathon 2013 – Beine außer Kontrolle

Was für ein Tag…

Eigentlich sollte der Weiltalweg Marathon nur ein langer Trainingslauf werden und war auf 4 Stunden Zielzeit geplant. Der Plan war gut, aber schon am Morgen fühlte sich alles besser an als gedacht. Ich fühlte mich fit um einen langen Trainingslauf zu machen, aber ich fühlte mich auch fit vielleicht ein kleines bißchen schneller zu laufen als geplant.

Ich wurde pünktlich eingesammelt, die Stimmung war super, das Wetter war ideales Laufwetter und ich war mal wieder kein bißchen aufgeregt. 10 Minuten vor Start gingen wir an die Startlinie und ich hatte noch immer fest vor einen recht lockeren Marathon zu laufen.

Punkt 9.30 Uhr – Startschuss!!

Ich stand ungefähr in der dritten Reihe und um nicht überrannt zu werden ging es in ordentlichem Tempo los. Der erste Kilometer ging leicht bergab und meine Uhr zeigte mir ein Tempo von 4:04 min/km. Wie immer viel zu schnell losgelaufen!!

Kurz gerechnet, überschlagen, Puls gecheckt, Beine gecheckt und entschieden das ich jetzt doch schön langsam Laufe. Sehr schön das mein Kopf das so entschieden hat, meine Beine wollten das jedoch nicht! Sie waren irgendwie außer Kontrolle und wollten uuuuunbedingt unter den geplanten Pace von 5:10 min/km bleiben.

Da bleibt nicht mehr so viel übrig. Augen zu, Backen zusammen und ab durch die Mitte. Und nebenbei noch ein bißchen hoffen das die Beine und der Körper das so durchhalten.

Und was soll ich sagen, es lief einfach. Berghoch, Bergrunter und auch die flachen Stücke waren kein Kampf und haben nicht weh getan. Alles 5km ein bißchen Wasser rein, alle 10km ein Gel für die gute Laune und bei km 32 konnte ich das Tempo sogar noch einmal etwas anziehen.

Nach 3:21:36 habe ich die Ziellinie überquert und damit meine Bestzeit von vor genau einem Jahr um 6 Minuten verbessert. Wenn so etwas ohne spezielle Marathonvorbereitung aus dem Training heraus und bei einem geplanten Trainingslauf möglich ist, freue ich mich schon jetzt umso mehr auf den nächsten geplanten und vorbereiteten Marathon im Herbst.

Als sehr nette Überraschung nach der Zieldusche kam ich in der Wertung auf den Gesamt 44. Platz und den 3. Platz in der Altersklasse M30. Insgesamt war es eine Pace von 4:46 min/km und meine Beine haben drei volle Tage richtig gelitten.

In diesem Sinne – Wer nicht hören will muss fühlen!

P.S.: Vielen Dank an www.oberlahn.de für das schöne Foto!

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