Weiltalweg Marathon 2013 – Beine außer Kontrolle

Was für ein Tag…

Eigentlich sollte der Weiltalweg Marathon nur ein langer Trainingslauf werden und war auf 4 Stunden Zielzeit geplant. Der Plan war gut, aber schon am Morgen fühlte sich alles besser an als gedacht. Ich fühlte mich fit um einen langen Trainingslauf zu machen, aber ich fühlte mich auch fit vielleicht ein kleines bißchen schneller zu laufen als geplant.

Ich wurde pünktlich eingesammelt, die Stimmung war super, das Wetter war ideales Laufwetter und ich war mal wieder kein bißchen aufgeregt. 10 Minuten vor Start gingen wir an die Startlinie und ich hatte noch immer fest vor einen recht lockeren Marathon zu laufen.

Punkt 9.30 Uhr – Startschuss!! Weiterlesen…

Halbmarathon Frankfurt 2013 – Die schnellen Schuhe

Aufgrund des Grundlagentrainings in allen drei Bereichen des Triathlon, ist das Laufen bisher etwas kürzer gekommen als 2012 zur gleichen Zeit. Im Januar und Februar waren es also nur knapp 300 km (davon 50km in Rodgau).

Wie soll es da nur ein guter Halbmarathon rauskommen? Ganz einfach:
1. Ein schneller Mitläufer
2. Mentale Härte
3. Schnelle Schuhe

Aber nochmal einen Schritt zurück. 2012 war ich in Frankfurt auch schon dabei. Laut meiner Erinnerung war alles gut und ich war zufrieden mit einer Zeit von 1:33:46. Meine Bestzeit konnte ich 2012 in Karlsruhe sogar noch auf 1:28:12 heben. Also ein klares Ziel – die Bestzeit MUSS fallen!!

Ich fasse also zusammen. Weniger Kilometer gelaufen, Beine platt vom Trainingslager, Waden hart wie Blei, Kopf platt vom düsteren Wetter. Beste Vorraussetzungen!

Jetzt muss der Plan Realität werden:
1. Der schnelle Peter als perfekter Mitläufer
2. Die mentale Härte – 9 Tage lang 24 Stunden am Tag mit Wolfgang geübt
3. Die schnellen Brooks Pure Connect als Schuhwerk – Danke an Carmen!

Ziel war es die ersten 18km mit 4:10 min/km zu Laufen und dann noch einen draufzulegen.
Bis KM 10 lief alles nach Plan und wir hatten gemeinsam einen Durchgangszeit von 00:41:31. Daumen hoch und weiter im Tempo. Peter hatte einen kurzen Hänger bei km 12, aber konnte sich einfach an mich dranhängen und weiter Gas geben. Bei km 15 gab es eine kleine Steigung und wir verloren ein paar Sekunden. Bei km 18 und einer kleinen Autobahnbrücke dachte ich meine Waden platzen und ich war kurz vor dem Aufgeben. Peter fiel jedoch nichts anderes ein als das Tempo ordentlich zu erhöhen. Von 4:12 min/km steigerte er auf 3:59 min/km. Und als Kampfsau kann ich ihn doch nicht einfach davon ziehen lassen. Also im Eiltempo hinterher um die letzten 3 km die schnellen Schuhe fliegen zu lassen. Unter Schmerzen wurden die letzten 100 Meter noch mit 3:37 min/km ins Ziel gesprintet. Und da war sie, die BESTZEIT!! 1:27:51 sagten beide Uhren und auch das offizielle Zeit bestätigte es.

Ein sehr hartes Rennen, aber es hat mir die Motivation wieder zurückgebracht!